Agil und schnell statt hierarchisch erstarrt: 21 kritische Fragen für CCOs

Komm-Teams im Dauerstress: Mehr Kanäle, disperse Stakeholder, mehr Krisen, mehr Speed. Und das in Abstimmungsschlaufen? Garantiert verliert, wer heute noch plant wie 2015, während rundum alle im Jetzt angekommen sind. Wie agil ist Ihr Team wirklich? Diese 21 Fragen helfen Chief Communications Officers dabei, ihre Organisation offen zu hinterfragen.
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Agilität ist längst nicht mehr Software-Engineers und Industrie vorbehalten. Kommunikationsteams müssen heute schneller reagieren, interdisziplinärer arbeiten und näher an die  strategischen Herausforderungen der Unternehmen rücken als je zuvor. Dabei geht es nicht nur um Daily Stand-ups, Scrum oder Kanban-Boards.  Sondern um Haltung, Verantwortung, Transparenz und die Fähigkeit, Kommunikation kontinuierlich weiterzuentwickeln. Um eine neue Atttitüde also.

Gleichzeitig zeigt sich: Viele Kommunikationsabteilungen sind noch immer stark hierarchisch geprägt – mit langen Prozessen, Silos und überlasteten Spezialist:innen. Agile Kommunikation bedeutet deshalb nicht einfach «mehr Tempo», sondern smartere Zusammenarbeit. Teams müssen sich schneller abstimmen, Verantwortung teilen und näher an den Bedürfnissen der internen und externen Stakeholder arbeiten.

Deshalb stellen wir hier 21 Fragen in den Gruppen Strategie, Teamwork und Weitblick zusammen. Nicht als Checkliste. Aber  als  Reality-Check für Kommunikationsverantwortliche, die up to date arbeiten und führen wollen.

1. Strategie: Wissen alle, wohin es geht?

  1. Wissen Ihre Teams, worauf es kommunikativ wirklich ankommt?
  2. Wie schnell passen Sie Prioritäten veränderten Voraussetzungen an?
  3. Orientieren sich Ihre Kommunikationsziele am Business – oder am Kalender?
  4. Gibt es Projekte, die nur weiterlaufen, weil sie schon immer existierten?
  5. Wie oft hinterfragen Sie Kommunikationsformate konsequent?
  6. Verstehen Ihre Kommunikationsverantwortlichen das Geschäft der Organisation wirklich?
  7. Wie transparent sind Prioritäten und Ressourcen innerhalb Ihres Teams?

2. Agiles Teamwork: Arbeiten Sie wirklich agil?

  1. Arbeiten Ihre Teams tatsächlich vernetzt – oder nur parallel?
  2. Wie viele Meetings in Ihrer Abteilung könnten ersatzlos gestrichen werden?
  3. Können Mitarbeitende Entscheidungen selbstständig treffen?
  4. Wird Verantwortung geteilt – oder hauptsächlich delegiert?
  5. Funktioniert Zusammenarbeit auch ohne physische Präsenz?
  6. Wie offen spricht das Team über Fehler?
  7. Gibt es in Ihrer Abteilung noch Informationsmonopole?

3. Weitblick: Sind alle bereit für die nächste Realität?

  1. Wie lange dauert es von der Idee bis zur Veröffentlichung?
  2. Wie schnell reagiert Ihr Team auf eine Krise oder ein unvorhergesehenes Ereignis?
  3. Lernen Ihre Teams systematisch aus Daten und Feedback?
  4. Messen Sie Aktivität – oder tatsächliche Wirkung?
  5. Wie flexibel können Inhalte kanalübergreifend angepasst werden?
  6. Unterstützt KI Ihre Teams bereits sinnvoll – oder wird noch darüber diskutiert?
  7. Und die wichtigste Frage: Arbeitet Ihre Kommunikationsabteilung so, wie moderne Kommunikation heute funktionieren muss?

Agilität in der Kommunikation heisst nicht einfach schnell und beweglich. Viel zentraler sind  bessere Zusammenarbeit,  klare Prioritäten, weniger Reibung. Und mehr Verantwortung dort, wo Wissen oder Know-how vorhanden ist. Für Führungspersonen in der Kommunikation  wird genau das zur zentralen Aufgabe: Bedingungen zu schaffen, in denen Teams von Profis schneller lernen, entscheiden und damit letztlich wirksamer arbeiten können. Die Zukunft gehört nicht den Lauten. Sondern jenen, die lernen und zuhören können.

Das und mehr lernen, diskutieren und trainieren wir übrigens an unserem 1-Tages-Basistraining für Kommunikationsprofis. Gerne hier melden und wir halten Sie bezüglich Datum auf dem Laufenden.

Foto von Daniel Cheung bei Unsplash

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