Es gibt gute Gründe, seine Videos zu untertiteln. Viele Inhalte werden ohne Ton konsumiert, die Barrierefreiheit ist ein weiteres Argument. Allerdings ist mit der Transkription auch Aufwand verbunden. Dank und mit generativer KI gibt es bereits einige Tools wie captions.ai oder töggl, die uns das Leben erleichtern. Und ganz neu subli.ch. Das Besondere: die Kombination aus klassischen Feature und Individualisierung. Entwickelt in der Schweiz. Ich habe das Tool angetestet.
- Registrierung und Upload
Das Konto ist mit wenigen Klicks erstellt und das Tool ist übersichtlich. Projekt erstellen, Video- oder Audiodatei hochladen und loslegen. Praktisch ist der grosse Editor. Denn trotz guter Dialekterkennung (Zürich), haben sich ein paar Fehler eingeschlichen. Die habe ich innert Sekunden behoben

- Untertitel einbrennen & Individualisierung
Über den entsprechenden Button öffnet sich ein Fenster mit Individualisierungsmöglichkeiten. Was ich besonders praktisch finde: ich kann meine Hausschrift hochladen. Einmal fertig definiert, lässt sich das Design-Setting als Vorlage für zukünftige Videos speichern.

- Export und erstes Fazit
Bei meinem ersten Video funktionierte alles wunderbar. Im zweiten Clip lief der Untertitel dann allerdings über den Bildrand, obschon in der Vorlage alles gepasst hatte. Fairerweise muss man sagen, dass das Tool bei dieser Funktion transparent auf den aktuellen Alpha-Status hinweist.
Insgesamt überzeugt mich subli.ch im ersten Test. Es erkennt die zwei getesteten Dialekte gut bis sehr gut. Zudem lassen sich die Untertitel weit einfacher und flexibler anpassen als etwa bei captions.ai. Für ein in der Schweiz entwickeltes Tool sind CHF 0.90 pro transkribierter Minute fair – erst recht, wenn man sich den manuellen Aufwand vor Augen hält, den man sich spart.
Der Entwickler: Hinter dem Tool steht mit mit Lino (Cappuccino) Haltinner ein Videoeditor. Entstanden ist das Projekt aus einem einfachen Grund: Lino findet Untertitelungen mühsam. Für die nächsten Wochen und Monate plant er Weiterentwicklungen, die ihm und anderen Editoren das Leben noch einfacher machen sollen.
Titelbild (mit KI erstellt von Lino Haltinner): Subli soll die Schweiz mit der Welt verbinden. Plakativ versteht sich.