Im Frühling ist der Bernet Blog 20 Jahre alt geworden. Und wir haben ihn gefeiert. Wie einen Geburtstag und mit Blick nach vorne. Ein Fehler? In der Content Marketing Studie 2025 der ZHAW Winterthur ist die Einschätzung kritisch. Gerade mal jedes vierte befragte Unternehmen betreibt einen Corporate Blogs. Für viele ist der Aufwand grösser als der Nutzen.

Die Konklusion der Studien-Autoren: «Dass Blogs mit einer negativen Differenz abschneiden, könnte darauf hindeuten, dass ihre kontinuierliche Pflege und inhaltliche Betreuung mehr Ressourcen binden, als es die erzielte Wirkung rechtfertigt.» Also wäre eine Gedenkfeier passender gewesen? Mitnichten. Ich lasse mich sogar zu einer These hinreissen: relevante Blogs sind so relevant wie nie. Das sind die Gründe:
- Der Blog liefert KI-Bots relevante Inhalte
Fast täglich melden sich Anbieter mit Website-Lösung, die uns in KI-Antworten bringen. So einfach ist es nicht. Gute Inhalte sind und bleiben relevanter als gewiefte Anbieter. Wir sehen das an unserem eigenen Blog, der über die Jahre zur Autorität unserer Seite beigetragen hat. Das soll nicht heissen, dass alle Inhalte toll sind. Doch sie folgen bestimmten thematischen Clustern und das über Jahre und Jahrzehnte - Der Blog bietet Platz für menschliche Tiefe
Social Media ist und bleibt hoch relevant. Doch die Inhalte müssen, egal ob organisch oder bezahlt, für bessere Resultate gewisse Anforderungen der Plattformen berücksichtigen. Technisch wie inhaltlich. Um so idealerweise aus dem ganzen (KI)-Slop herauszustechen. Auf dem Blog gibt es diese Restriktionen nicht. Hier bleibt noch mehr Platz für Tiefe und Reflexionen. Natürlich dürfen wir die Relevanz nicht vergessen. - Der Blog stärkt die Wahrnehmung der Expertise
Ein Blog verkauft in der Regel nicht direkt. Hat er nie und wird er auch nicht tun. Dafür können wir hier unser Fachwissen teilen und einen Expertenstatus aufbauen. Selbstverständlich eingebettet in eine Verwertungsstrategie über LinkedIn, Newsletter und weitere Plattformen.
Keine Frage, der kontinuierliche Betrieb eines Blogs ist aufwendig. Doch er kann sich auszahlen. Und während einige Verkäufer das Ende der Website schon morgen sehen, sehen wir in Analytics etwas anderes: die Anzahl Sitzungen und die Verweildauer auf unseren Inhalten steigen. Nach Ausschluss des Bot-Traffics.