In einem Themenfeld wie KI, das so von Schnelligkeit, stetiger Veränderung und fehlenden Fixpunkten geprägt ist, kann es helfen, sich an ein Modell zu halten. Ich habe für meine Arbeit folgende Kategorien definiert:

- Input. Alles, was vor der Produktion stattfindet. Das Input-Feld ist gleichzeitig das meistgenutzte und am wenigsten konsequent implementierte der drei Kategorien. Sie nutzen KI bestimmt, um Ideen zu spiegeln, Dinge zu recherchieren oder Skizzen zu erstellen. Via KI die administrativen Aufgaben eines Teams voll zu automatisieren und damit enorm Zeit zu sparen, das kommt allerdings noch viel zu wenig zum Einsatz. .
Mein Tipp: Versuchen Sie, einen einfachen Admin-Task mit via KI zu automatisieren. Auch mit Copilot, das in vielen Organisationen zum Einsatz kommt, lassen sich nützliche Dinge bauen.
- Output. Die Produktion von Content mit KI. Die Wunschvorstellung vieler Führungskräfte: Prompt erstellen, Knopf drücken, Content kommt raus. Zack, Agenturbudget und/oder FTEs gespart. Davon sind wir weit entfernt.* Warum? Ein Laie kann zwar heute ein nutzbares Asset prompten. Es braucht aber immer noch eine Kreativperson, die dem Asset den letzten Schliff gibt. Klar, die KI wird hierbei besser. Aber: Social Media Content besteht heute praktisch nur aus Menschen, die in der realen Welt etwas tun. In Videoform. Ganz anders als noch vor Covid, wo viele statische Inhalte publiziert worden sind wie Fun Facts oder Infografiken. Wollen Sie als Unternehmen wirklich einen virtuellen Mitarbeitenden an ein virtuelles Event gehen lassen? Oder einem Fake-Influencer Fake-Challenges stellen? Und denken Sie wirklich, das das jemand sehen?
Mein Tipp: Fleissarbeit wie Beschreibungen (Captions) und Untertitel mit KI erledigen. Der Grossteil der Arbeit bleibt menschliche Arbeit.
- Outcome. Wie KI die Performance beeinflusst. Rund 2.7 Millionen Schweizer:innen nutzen KI als Suchmaschine. Und woher holt KI ganz viel Content? Von Social Media im Allgemeinen und von YouTube im Speziellen. Sich für den Social Search ready zu machen, hat jetzt Business Impact.
Mein Tipp: Sitzen Sie dem SEO-Team zusammen und besprechen Sie das Thema. Es ist keine Zukunftsvision. Sie können jetzt einen Impact erzielen. Noch zentralen: Sie zahlen famit auf ein bestehendes, akzeptiertes Nutzerverhalten ein.
Weiterführend:
Leo Wehrli unterrichtet zum Thema Social Media an der ZHAW und arbeitet als Head of Social Media bei Swisscom.

Titelfoto von Furkan Elveren auf Unsplash
Mein Tipp: KI zum Gegenlesen nutzen.
Sehr guter Hinweis. Danke Sandra