Wann haben Sie das letzte Mal generative KI im Textkontext gebraucht? Hoffentlich lieber heute als gestern. Denn entsprechende Tools sind super nützlich. Für ein kritisches Hinterfragen oder das blosse Ausmerzen von Tippfehlern. Und ja, sie können auch für die Textkreation funktionieren. Dass die Erzeugnisse dabei austauschbar werden, liegt allerdings auch auf der Hand. Nicht wegen der gewählten Worte, sondern schlicht wegen der fehlenden Relevanz.
Diese Relevanz entsteht in unserem Fall auch durch Storytelling-Handwerk. Es ist eine Mischung aus Erfahrung, Instinkt und Verständnis für die Bedürfnisse der Leserschaft. Das kann kein Algorithmus ersetzen. Sehr wohl aber passend ergänzen.
Zuerst das Handwerk, dann die KI-Magie
Ein sehr anschauliches Beispiel gab es kürzlich am Digital Leadership Forum der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Filmemacher Adrian Aeschbacher, der mit seinen KI-Videos schon mehrere Millionen Views erzielt hat, unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung des Handwerks.

Seine Arbeit beginnt nicht mit dem KI-Tool. Aeschbacher entwirft zuallererst eine Idee und Skripts. Während der Produktion hat er dank KI die Möglichkeit, Projekte zu realisieren, die in seinem klassischen Schaffen nicht möglich sind. Angefangen vom unmöglichen Kamerawinkel bis zu einem amerikanischen Präsidenten, der sich auf dem Mars stehend, selbst feiert.
Seinen bisher grössten Erfolg feierte Aeschbacher mit einer Hommage an den wohl beliebtesten Weihnachtsfilm überhaupt. Wieso der Clip so gut funktioniert? Natürlich auch wegen der Technik. Primär aber dank den vielen augenzwinkernden Referenzen an Zürich, die vielen von uns bekannt vorkommen.
Was wir für unsere Arbeit daraus mitnehmen können
- Das Gespür für gutes Storytelling innerhalb unserer Ansprecshgruppen liegt bei uns. KI hilft bei der Umsetzung.
- Je mehr uns die KI in der operativen Umsetzung hilft, desto mehr dürfen wir uns konzeptionelle und strategische Gedanken machen.
- Die Inspiration für gute Geschichten schreibt das (Arbeits)leben. Gehen wir mit noch offeneren Augen durch den Tag.
Eine ausführliche Event-Zusammenfassung gibt es bei Thomas Besmer auf LinkedIn.
Foto von Anton Savinov auf Unsplash