User Generated Content – Web 2.0-Bausteine an der ETH

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Web 2.0 LogoAuf diesen Beitrag hatte ich an der Euroforum-Tagung mit besonderem Interesse gewartet: Dr. Michele De Lorenzi ist Projektleiter bei der ICT-Kommission der ETH und berichtete über Nutzer-Inhalte in der internen Kommunikation.

Lorenzi sieht die Hochschule sich immer mehr auf dem Weg vom physischen zum virtuellen Campus. Im virtuellen Raum setzt die ETH eine ganze Reihe von Online-Kommunikationsmitteln ein. De Lorenzi stellt sie als Bauklötze dar – viele davon sind noch nicht ganz ausgereift, sie sind auch noch sehr wenig vernetzt. Aber sie sind flexibel, funktionieren, werden weiter entwickelt und stark genutzt.

Die EPFL in Lausanne führt seit 18 Monaten das Polyblog als interne Blog-Plattform. Und zwar als Eigenentwicklung auf Java, mit Zugang über das normale Autorisierungssystem der EPFL. Heute sind dort 770 Blogs publiziert, 40 % für alle Studierenden und Dozierenden, 60 % für eine definierte Zielgruppe. 30 % sind persönliche Autorenblogs, 70 % Gruppenblogs. Die Autoren-Statistik weist heute rund 2000 Benutzer aus, das sind 20 % der Studierenden. Es werden 10 – 20 Beiträge pro Tag publiziert.

Darüberhinaus kommen Wikis zum Einsatz, ein Web-Radio mit Wiki-Codes für die Programmierung, Web-Telefonie, Podcasts, Bilderdatenbanken, Bookmarking, Instant Messaging und vieles mehr. Für mich die interessantesten Schlussfolgerungen:

– Web 2.0 ist schön und frustrierend: Die Breite der Technologien ist breit und verändert sich schnell. Das zwingt immer wieder zu Anpassungen.
– Alle Anwendungen müssen über ein einziges internes Log-In abrufbar sein.
– Immer wichtiger wird, dass die Nutzer einen schnellen Überblick haben: Was kann ich alles nutzen? Was habe ich schon alles publiziert, verwendet?
– Die ETH und die Studierenden lernen erst, wie man am besten umgeht mit diesen Möglichkeiten, als learning by doing.
– Wichtig werden dabei Fragen wie: Archivierung? Was wird publiziert: Verhaltensregeln, Ethik? Wer kontrolliert?

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