Social Media Gipfel KMU: Integration, Ressourcen, Engagement

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Die Schweiz fährt Velo. Immer mehr. Der 12. Social Media Gipfel hatte zwei prägende Velo-KMU’s zu Besuch. Veloplus und Thömus zeigten auf, wie sie Social Media ins KMU-Geschäft integrieren und wo die Grenzen liegen. 

Die Schweiz – ein KMU-Land: 99 Prozent der Unternehmen beschäftigen unter 250 Mitarbeitende und fast 70 Prozent der Schweizer Arbeitnehmenden. Die Ausgangslage für die Kommunikation ist überschaubar: Einfachere Strukturen und die Nähe zum Management geben den PR-Verantwortlichen grossen Handlungsspielraum. Knappe Budgets und Zeitressourcen schränken diesen aber umgehend wieder ein.

Veloplus: Vom Print zum Erlebnis ins Netz
Der schweizweit führende Online-Händler für Velozubehör Veloplus mit fünf Ladengeschäften ist durch seinen hohen Online-Umsatzanteil seit jeher webaffin. Trotzdem – die Erlebniswelt Veloplus spielt crossmedial: Katalog, Printmagazin und persönliche Begegnungen (Vorträge, Workshops, etc.) und der E-Newsletter verzahnen sich und liefern den Social Media Kanälen Anstösse für die Community. Und diese spielt mit: beispielsweise bei der Entwicklung eines neuen Veloreinigers (YouTube) oder bei der virtuellen Ostereier-Suche (YouTube) an den Veloplus-Standorten. Oliver Lutz (@veloplus), Social Media Verantwortlicher ergänzt: «Auch Online-Werbung setzen wir gezielt ein für Produkt-Neuheiten. Die resultierenden Shop-Bestellungen sind überschaubar (1,64 % der Visits), erfreulich sind aber die Handbuch (Katalog) Bestellungen mit 8,55 %.» Eindrücklich, wie sich hier Print, Online und Live-Kommunikation die Hand geben.

Thömus: Viel Social Media – kein separates Budget
Der Berner Velo-Platzhirsch hat sich mit dem «Stromer» in der E-Bike Szene schweizweit einen Namen gemacht. Breit aufgestellt ist Thömus im Social Web: Facebook-Auftritte für «Stromer by Thömus» (aufgrund der Übernahme von Andy Rhys‘ ISH Holding wird hier ein neues Branding nötig), YouTube, Twitter und Google+, letzteres allerdings noch mit Zurückhaltung. René Walker, Leiter PR&Kommunikation (@walki), sorgte mit seinem Statement zur Einbettung in die Kommunikation dann auch grad für den meistzitierten Satz auf der #smgzh-Twitterwall: «Social Media ist bei Thömus keine Abteilung, sondern «roter Faden», der sich durch Firma zieht.»

Aus den beiden Vorträgen lassen sich – neben viel Inspiration – drei Erkenntnisse gewinnen:

  1. Social Media gewinnt mit der Vernetzung von Events, Print und anderen Online-Kanälen (Website, E-Mail-Newsletter, Shop).
  2. Social Media ist keine separate neue Kommunikations-Disziplin – es findet integriert in ganz vielen bestehende Unternehmensbereichen (HR, Service, Sales, Marketing, PR, Events, interne Kommunikation, …) statt.
  3. Social Media funktioniert nur mit viel persönlichem Engagement, mit Mut (zur Lücke), mit etwas Pioniergeist und Frische. Just do it.

Gut angekommen sind übrigens auch die als absolute Premiere verteilten «Velofinder» – die neue Vignette von Veloplus, gerade lanciert inklusive iPhone– und Android-App. Geschätzt wurden zudem im vollbesetzten NZZTibits das bewährte Kafi-Gipfeli-Set, diesemal spendiert von Engagor.

Nachfolgend die Präsentation via Slideshare. Nicht zu verpassen die weiterführenden Links am Ende dieses Beitrags.

Alle wichtigen smgzh-Links:
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Social Media Gipfel #smgzh Twitterwall
Zusammenfassung von Blogwerk
Flickr Bildergalerie vom 12. smgzh (merci an Claudio Schwarz @purzlbaum)
Storify-Zusammenfassung (danke an @hdzimmermann)
alle bernetblog-Beiträge zum Social Media Gipfel 

 

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