ZPRG bei Watson: Geschichten für die Community

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Seit Januar 2014 ist Watson online. Die Erwartungen an das neue Newsportal sind riesig. Am Anlass der Zürcher Public Relations Gesellschaft ZPRG haben Hansi Voigt und sein Team erklärt, wer Watson ist, wie sie arbeiten und was Community Management bedeutet.

Watson öffnete die Redaktionstüren für die Zürcher PR-Gesellschaft. Der Andrang war enorm, die Erwartungen ans Newsportal ebenfalls: «Jeder Gemeinderat hat 100 Tage Zeit, sich zu etablieren. Wir mussten schon nach sieben Tagen ein erstes Fazit abgeben», sagte Chefredaktor Hansi Voigt.

Wer ist Watson?
Watson ist ein reines Online-Medium und baut im Gegensatz zu allen anderen Newsseiten in der Schweiz nicht auf eine etablierte Marke. Im Mai 2013 startete ein 12-köpfiges Team um Hansi Voigt, Mitte Januar ging Watson live. So schnell, mag man sich denken: «Eine Online-Seite ist nie fertig, darum ist es egal, wann man startet», sagt Hansi Voigt dazu. Inzwischen arbeiten rund 50 Personen am Portal. Wichtig sei, so betont Voigt an diesem Abend immer wieder: ausprobieren, Fehler machen, erneut versuchen. Nach wie vor befindet sich Watson in der Beta-Phase, «Try- and Error» ist das Motto.

Wie arbeitet Watson?
Das CMS als Eigenentwicklung beeindruckt. Es lässt dem Journalisten viele erzählerische und gestalterische Freiheiten. Grosse Pop-up-Werbebanner sucht man auf watson.ch vergeblich. Watson setzt auf Responsive Design mit Blick auf die rasant anwachsende Mediennutzung über Smartphones und Tablets . Umstritten, so zeigt sich an diesem Abend, sind die grossen Bilder in Kachelform. Manch einer erwähnt die «Unordnung» und«Übergrösse der Bilder» auf der Seite. Je nach Bildschirmgrösse ein verständlicher Einwand. Das Tagging-System, sowie ein Dashboard ermöglichen dem Leser Interaktion. Durch die Kooperation mit Spiegel Online hat der Leser Zugriff auf zusätzliche Inhalte. Für die beiden Medien bedeutet die Zusammenarbeit Know-how-Transfer.

Wie macht Watson Community Management?
Watson ist auf den gängigen Social-Media-Kanälen präsent und beliebt. Auf Facebook verbucht das Medium über 9’600 Likes, auf Twitter über 6’000 Follower. Das Community Management betreibt der ehemalige Cabaret Voltaire Kurator Philipp Meier. Eigentlich ungelernt in Community Management, zieht er sein Wissen aus seiner Lebenserfahrung. Er arbeite nicht nach Lehrbuch. Darum sei er wohl näher bei den Leuten, meint Meier. Strukturen seien wichtig, ebenso die Moderation der Community. Ein Learning ziehe er aus seiner Erfahrung als Organisator von Partys. Eine Party funktioniere nur dann, wenn die Leute mitmachen. Gleich verhalte es sich mit dem Web: Eine Community funktioniere nur dann, wenn jeder mitgestalten kann. Kurz: Es gelte, eine Setting zu kreieren, wo die Leute mitmachen. Meier nennt Pony M, eine junge Bloggerin mit enormer Facebook-Präsenz. Sie arbeitet mit emotionalen Posts, schnappt Themen auf die bewegen und ist dabei nie ganz ernst. 

Mein Fazit:
Watson zeigt, wo die Reise künftig hingehen kann: Die Community noch mehr einbeziehen, eher Geschichten erzählen als Artikel schreiben, neue Formen der Online-Werbung (zum Beispiel Native Advertising), die beim Lesen nicht stört. Hinter Watson steht ein engagiertes, menschlich spürbares Team mit grossem Wissen. Wir bleiben gespannt auf die weiteren Projekte.

Weiterführend:
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