Was ist eigentlich…: Instagram?

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Instagram-Bild einer Rollei-KameraSchnappschüsse aus dem Alltag, mit Filtern auf Retro getrimmt und ins Web gepinnt statt an den Kühlschrank: Das ist Instagram. Was macht die Faszination für dieses Foto-Netzwerk aus? Und wie lässt es sich für die PR nutzen?

Stadtbilder in schwarzweiss, dürre Winterlandschaften und Bilder von schönen Menschen. Die Nutzer von Instagram mögen es ästhetisch. Mit der Handykamera aufgenommen verpasst man den Schnappschüssen mit einer Auswahl an Filtern digitale Patina, versieht sie mit Schlagworten und veröffentlicht sie. Das soziale Foto-Netzwerk, online seit 2010, funktioniert wie Twitter: Alle Posts sind öffentlich, auf meine eigene Fotostrecke erhalte ich Bilder von Nutzern, denen ich folge.

Reichweite dank Hashtags
Zwei, drei Fingertipps reichen, um die visuellen Eindrücke des eigenen Alltags im sozialen Netzwerk zu teilen. Die App ist intuitiv zu bedienen. Mich fasziniert die Reichweite: „Likes“ für meine Bilder erhalte man dank den Schlagworten (#hashtags wie bei Twitter) aus aller Welt. @ashleyschaffer aus Texas mag mein (@emwea) Bild des Fraumünsters, @sato_ching aus Japan das Foto meiner alten Rollei-Kamera. Umgekehrt finde ich per Fingertipp auf einen Hashtag Schnappschüsse von überall zu einem bestimmten Schlagwort.

Bislang nur für iPhone Nutzer
Mitmachen kann bis heute nur, wer ein iPhone hat, Instagram gibts als Gratis-App. Trotzdem sind die Nutzerzahlen eindrücklich. Nach dem Launch im Oktober 2010 wuchs das Netzwerk innert einer Woche auf über 100’000 Nutzer. Im Dezember waren es laut the next web bereits 15 Millionen. Widersprüchliche Gerüchte kursieren darüber,  ob als nächstes die Version für Windows oder Android erscheint. Wer sich via iPhone-App einen Account eingerichtet hat, kann Instagram via den Zusatzdienst Gramfeed auch am im Webbrowser am Bildschirm betrachten.

Unmittelbarer als Flickr, 100% mobil
Es sind die fotografischen Kleinigkeiten, Stimmungen und Details aus dem Alltag einer der globalen Community, die Instagram von anderen Foto-Netzwerken wie Flickr abheben. Und die Tatsache, dass die Anwendung voll und ganz auf mobile Geräte setzt – im Gegensatz zu Pinterest, wo User Bilder aus dem Web sammeln. So entstehen persönlich gefärbte Bildwelten (zum Beispiel vom Bahnhof Stadelhofen in Zürich).

Unternehmen präsentieren sich
Instagram bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Mit eigenen Bildern für die grössten Fans – und dank den Hashtags auch für neue. Zahlreiche Marken tun dies schon, mashable und socialfresh kommentieren amerikanische Beispiele. Naheliegend ist die Anwendung für die Tourismusbranche: Hotels und Feriendestinationen erreichen mit ästhetischen Bildern und den richtigen Hashtags ein grosses Publikum.

Wer Social Media verinnerlicht hat, lässt die Community fotografieren: Mit Wettbewerben zu einem bestimmten Bildthema (und entsprechend festgelegtem Hashtag). Schön umgesetzt hat dies NH Hoteles mit einem eingebundenen Instagram-Stream unter wakeuppics.com.

Und wer Sujets zu bieten hat, lädt die Instagram-Community vielleicht sogar zum gemeinsamen Fotografieren bei einem sogenannten «Meetup» ein. So, wie dies Instagram selbst mit seinen Instameets tut.

Weiterführende Links:
Alle Beiträge zu «Was ist eigentlich…:» im bernetblog

 

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