Blogger im Profil: Philippe Wampfler

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Philippe Wampfler ist ein Tausendsassa: Er ist Lehrer, Kulturwissenschaftler, Experte für Lernen mit neuen Medien und Blogger. Derzeit pflegt er drei Blogs, den vierten hat er stillgelegt. Er schreibt über Schulen und Social Media, was ihn am Weltgeschehen bewegt und stellt Fragen.

Die fünf Fragen aus unserer Serie «Blogger im Profil» stellen wir dieses Mal Philippe Wampfler. Er betreibt die Blogs «Schule und Social Media», «Die Welt verstehen» und «Fragen über Fragen».

Warum bloggen Sie?
Das hat mehrere Gründe. Grundsätzlich denke ich im Blog öffentlich über die Themen nach, die mir wichtig sind. So schaffe ich ein professionelles Profil meiner Kompetenzen. Ich erhalte aber auch Feedback auf Text- oder Referatsentwürfe, mit denen ich meine Produkte verbessern kann. Zudem ist der Blog ein wichtiges Mittel für die Vernetzung mit anderen Fachleuten im Bereich Bildung und Social Media.

Wie kommen Sie zu Stoff?
Ich lese viel und entwickle dabei eigene Gedanken, die dann im Blog zum Ausdruck kommen. Oft nehme ich aber auch Themen auf, die bei Diskussionen an Workshops aufkommen.

Wie gross ist der Aufwand pro Woche?
Ich bin relativ effizient und schreibe meine Blogposts meist in 20 bis 40 Minuten. Die Zeit für die Recherche ist nicht mit eingerechnet, weil ich ohnehin recherchieren würde. In intensiven Wochen schreibe ich vier bis fünf Blogposts – bin also mit der Moderation der Kommentare und dem Überarbeiten fast einen Arbeitstag beschäftigt. In ruhigen Wochen nimmt das Bloggen eine halbe Stunde ein.

Lohnt es sich?
Ja. Der Blog verschafft mir grössere Klarheit im Denken. Er erlaubt mir, nach Gedankenschritten Bilanz zu ziehen. Durch Schulesocialmedia.com ist mein Verlag auf mich aufmerksam geworden und hat mir die Möglichkeit gegeben, zwei Bücher zu publizieren. Wichtig sind mir auch die Reaktionen von Leuten, die durch meine Blogbeiträge angeregt werden. Es gibt auch negative Aspekte: unsachliche und unfaire Kritik, zu der ich öffentlich Stellung nehmen muss.

Was ist Ihre wichtigste Blogerfahrung?
Meine wichtigste Blogerfahrung ist, dass ein Text nicht fertig sein muss, wenn man ihn öffentlich macht. Wenn ich Rückmeldungen zu Entwürfen einhole, nimmt das enorm viel Druck, der viele Menschen sonst beim Schreiben lähmt.

Mein Fazit
Als ich Philippe Wampfler für das Interview angefragt hatte, bekam ich binnen einer halben Stunde die Antworten – kurz und prägnant wie seine Blogbeiträge. Er schafft es, verschiedenste Themen in wenigen Sätzen zu erklären oder kommentieren. Die Beiträge sind mit passenden Bildern, Grafiken oder gifs illustriert. Was manchmal fehlt sind Zwischentitel, die zur Übersichtlichkeit beitragen. Verschafft man sich auf der Webseite einen Überblick, wird schnell klar: Er hat zu fast jedem Thema eine Meinung, die er mit viel Fachwissen und Leidenschaft vertritt.

Weiterführend
Zur Serie: Blogger im Profil

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